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Ein sehr anspruchsvoller Bereich der Fotografie ist die Aktfotografie.

Da es sehr schwierig ist eine wirklich gute Aktaufnahme zu erstellen, wird dieser Bereich von Künstlern und Fotografen oft auch als Königsdisziplin bezeichnet. Grund dafür ist der schmale, aber durchaus vorhandene Grad zwischen Ästhetik und Pornografie. Durch eine falsche Bewegung, eine falsche Platzierung der Dekoration oder auch durch falsche Farb- und Perspektiveneinstellungen kann ein eigentlich gutes Bild schnell „billig“ wirken.

Dazu kommt: Nicht jeder Fotograf ist seriös!
Gerade im Bereich Aktfotografie tummeln sich viele dubiose und unseriöse Gestalten herum, die den Aktmodels einen Nebenjob anbieten oder im harmlosen Fall “flirten”. Auch ist es schon vorgekommen, dass dubiose Fotografen versuchen Models in die Erotikbranche zu drängen, beziehungsweise andere bezahlte Tätigkeiten zu vermitteln.

Aktfotografie für Models

Die meisten Aktfotografien werden für die Kunden privat als Geschenk erstellt. Die Beschenkten sind meist die Partner der Aktdarsteller. Der Beweggrund hinter einem solchen Geschenk ist meist der Ausdruck von Vertrauen und Intimität. Trotz dieser offenen Bekundung verschwinden die Bilder meist in einer Schublade. Es kommt auch vor, dass ein Aktmodel sich umentscheidet und die Bilder für sich behält oder nach der Schenkung Scham empfindet. Letzteres ist eine normale Reaktion – auch wenn es keinen ersichtlichen Grund dafür gibt. In den letzten Jahren hat eben diese Mentalität an Zusprache gewonnen und seitdem werden sogar Aktfotos in Postergröße verschenkt.

Neben der Möglichkeit Aktfotos als Geschenk zu verwenden, haben Männer und Frauen außerdem die Option mit der Aktfotografie Geld dazu zu verdienen. Alles was man hierfür benötigt ist Selbstvertrauen und die Fähigkeit sich zu gekonnt zu den Anweisungen des Fotografen zu bewegen. Auf Ästhetik muss man als Model ebenso achten. Die Einstellung seinen Körper so zu lieben wie er ist und dies dann auch offenkundig darzustellen ist enorm wichtig. Nicht zuletzt, weil man sich bei bezahlten Aufträgen meist vor mehreren Personen (Stylisten, Fotografen, diverse Helfer) ausziehen muss. Für diese Personen ist es ein normales Bild und nichts ungewöhnliches, aber ein Neueinsteiger muss sich dieses Routinedenken ersteinmal aneignen und lernen, emotionale Hemmungen zu überwinden.

Warnung: Wie schon erwähnt, gibt es im Bereich der Aktfotografie zahlreiche unseriöse Fotografen und Agenturen. Zwei kleine Checkpunkte helfen, solche schwarzen Schafe zu erkennen und den Kontakt zu vermeiden:

  • Auf keinen Fall sollte man für die Aufnahme in Karteien Geld bezahlen.
  • Vor dem Job sollte man sich über die Agentur und den Fotografen erkundigen. Gibt es Referenzen? Kann man andere Models nach ihren Erfahrungen befragen?

Hinweis: Egal ob privat oder beruflich – in jedem Fall ist ein ordentlicher, schriftlicher, Modelvertrag wichtig. Darin muss auch die Nutzung und Nutzungserlaubnis der Bilder geklärt sein. Zwar ist der Fotograf der Urheber, dennoch hat man als Model das Recht am eigenen Bild und darf über die Verwendung entscheiden und gegebenenfalls bestimmte Vertriebswege untersagen. Bei einer privaten Nutzung sollt natürlich jegliche Weitergabe seitens des Fotografen ausgeschlossen sein.

Aktfotografie für Fotografen

Bei der Erstellung einer Aktfotografie, muss man als Fotograf nicht nur maximale Professionalität zeigen, sondern sich gleichzeitig bestmöglich verkaufen und das Objekt – in diesem Fall das Model – lediglich durch die Linse und nicht durch die (eigenen) Augen betrachten. Man muss in jedem Fall sympathisch sein und dennoch eine gewisse Distanz zum Kunden wahren. Wer diese Regeln beachtet, kann sich als Fotograf ein zusätzliches Standbein aufbauen.

Die Aktfotografie bietet eine solide Einnahmequelle, denn anders als bei Pass- und Porträtfotos, ist hier die Konkurrenz vergleichsweise gering. Preise von 50 bis 90 Euro für ein gutes Aktfoto sin daher keine Seltenheit. Einige Fotografen arbeiten auch mit Stylisten und Visagisten zusammen, um das größtmögliche Potenzial aus dem Model heraus zu holen

Dabei gilt für den Fotografen: Je exklusiver das Angebot, desto eher hebt man sich von der Konkurrenz ab. Ausgefallene Orte, gute Stylings und professionelle Nachbearbeitung gehören ebenso dazu, wie ein entsprechender Modelvertrag, der die Rechte und Pflichten sowie die Kosten beider Parteien genau festlegt. Ein festes Netzwerk aus Stylisten, Druckereien und Designern ist für heutige Fotografen daher unerlässlich.

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